Financial Services

Tokenisierung ja, Fragmentierung nein: Die sich abzeichnende Doktrin der EZB für die digitale Finanzarchitektur der EU und weitergehende Ansichten zum MIP

Verfasst von

Dr. Michael Huertas

Dr. Hagen Weiss

Fabian Joshua Schmidt, LL.M.

EU RegCORE Client Alert | Digitaler EU-Binnenmarkt, Finanzdienstleistungen und Krypto-Assets

Am 7. Mai 2026 hielt EZB-Vizepräsident Luis de Guindos eine Grundsatzrede auf der gemeinsamen Konferenz der Europäischen Kommission und der EZB zur europäischen Finanzintegration. Im Mittelpunkt stand die Vertiefung der Finanzintegration als „strategische Notwendigkeit" für die EU sowie der Übergang von der Kapitalmarktunion (KMU) zur Spar- und Investitionsunion (SIU).

Bereits einen Monat zuvor, am 9. April 2026, verabschiedete der EZB-Rat die Stellungnahme CON/2026/13, in der die EZB ihre detaillierte technische Position zu den drei Legislativvorschlägen des Market Integration and Supervision Package (MIP) der Europäischen Kommission darlegt. Das MIP-Paket zielt auf den Abbau von Hindernissen für grenzüberschreitende Tätigkeiten ab und überträgt ausgewählte Aufsichtsaufgaben von den nationalen zuständigen Behörden (NCAs) auf die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA). Die EZB bezeichnete das Paket als einen „ambitionierten Schritt hin zu einer tieferen Integration der Kapitalmärkte und der Finanzmarktaufsicht innerhalb der Union".

Unser vollständiger Client Alert analysiert die Positionen der EZB im Detail – einschließlich ihrer Haltung zur Tokenisierung, zur Vermeidung von Fragmentierung und zur Rolle der digitalen Finanzarchitektur im EU-Binnenmarkt – und stellt diese den Positionen der Europäischen Kommission vergleichend gegenüber.

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