Von Outsourcing zu Infrastruktur: DORA und das britische Regime für kritische Drittparteien im Vergleich
EU RegCORE Client Alert | Digitaler Binnenmarkt der EU, Finanzdienstleistungen und Krypto-Assets
Während Finanzunternehmen die Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (Digital Operational Resilience Act – DORA) weiter operationalisieren, rückt zunehmend auch das britische Regime für kritische Drittparteien (Critical Third Party Regime – CTP Regime) in den Fokus. Mit den am 13. Juli 2026 veröffentlichten neuen Einstufungen kritischer Drittparteien gewinnt die Frage an Bedeutung, wie sich beide Aufsichtsrahmen zueinander verhalten.
Sowohl DORA als auch das britische CTP-Regime zielen darauf ab, die operationale Resilienz des Finanzsektors zu stärken, indem systemrelevante Technologie- und Dienstleistungsanbieter einer direkten aufsichtlichen Überwachung unterstellt werden. Trotz dieses gemeinsamen Ziels unterscheiden sich die beiden Regime jedoch deutlich in ihrer rechtlichen Architektur, ihrer aufsichtlichen Philosophie und ihrer praktischen Umsetzung.
Für Finanzunternehmen und Technologieanbieter, die sowohl in der Europäischen Union als auch im Vereinigten Königreich tätig sind, sind diese Unterschiede von erheblicher praktischer Relevanz. Zugleich zeigen beide Regime einen grundlegenden regulatorischen Wandel: Der Fokus der Aufsicht erweitert sich über regulierte Finanzinstitute hinaus auf die digitale Infrastruktur, von der moderne Finanzmärkte zunehmend abhängig sind.
Der englische Client Alert analysiert, wo DORA und das britische CTP-Regime konvergieren, wo sie voneinander abweichen und welche Implikationen sich daraus für international tätige Finanzunternehmen und kritische Technologieanbieter ergeben.
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