PE-Buy-and-Build bei Wertpapierinstituten: die unterschätzte EU-HoldCo-Frage
EU RegCORE Client Alert | Kapitalmarktunion + Spar- und Investitionsunion, Deutsche regulatorische Entwicklungen
Bei der Übernahme europäischer Wertpapierinstitute durch Private-Equity-Investoren wird häufig auf die einzelne Lizenz und das jeweilige Inhaberkontrollverfahren geschaut. Entscheidend kann aber die prudenzielle Architektur der gesamten Gruppe sein. Eine EU-Holding ist zwar nicht automatisch vorgeschrieben – Art. 55 IFD und in Deutschland § 69 WpIG können Aufsichtsbehörden jedoch ermöglichen, genau eine solche Struktur zu verlangen.
Besonders bei Buy-and-Build-Strategien entsteht damit das Risiko einer „regulatory architecture debt“: Was bei Erwerb Nr. 1 noch funktioniert, kann bei Erwerb Nr. 6 kapital-, governance- und strukturrelevant werden. IFR-Konsolidierung, Group Capital Test, Drittstaaten-HoldCos, Goodwill und die Frage nach dem richtigen EU-Prudential Parent gehören deshalb vor den nächsten Deal – nicht erst vor den Exit.
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