Kryptoregulierung im Vergleich: Das Vereinigtes Königreich treibt sein umfassendes Regime voran, während der US-amerikanische CLARITY Act ins Stocken gerät
EU RegCORE Client Alert | Digitaler Binnenmarkt der EU, Finanzdienstleistungen und Krypto-Assets
Am 16. September 2026 hat die britische Financial Conduct Authority (FCA) mit PS26/18 ihre finalen Leitlinien zum Anwendungsbereich (Perimeter Guidance) des neuen britischen Kryptoregimes veröffentlicht. Grundlage sind die Financial Services and Markets Act 2000 (Cryptoassets) Regulations 2026, deren Kernvorschriften am 25. Oktober 2027 in Kraft treten. Das Antragsfenster der FCA ist seit dem 30. September 2026 geöffnet. Unternehmen, die die Übergangsregelungen in Anspruch nehmen wollen, müssen ihren Antrag bis zum 28. Februar 2027 stellen. Bestehende Registrierungen und Erlaubnisse gehen dabei nicht automatisch auf das neue Regime über.
In den USA hat der Senat am 15. September 2026 mit 49 zu 50 Stimmen die Cloture über den Antrag abgelehnt, die Beratung des CLARITY Act aufzunehmen. Das Gesetzgebungsverfahren ist damit vorerst gestoppt, der Entwurf wurde aber nicht in einer Schlussabstimmung abgelehnt. Parallel bauen SEC und CFTC auf Grundlage des bestehenden Rechts einen zunehmend umfassenden, behördengeführten Regulierungsrahmen auf.
Für Finanzunternehmen, die in beiden Rechtsordnungen tätig sind, ist dieser Unterschied von erheblicher praktischer Bedeutung. Im Vereinigten Königreich steht ein gesetzlich verankerter Umsetzungs- und Zulassungspfad mit festem Zeitplan. In den USA handeln die Behörden nach geltendem Recht, während der Kongress noch über die Marktstruktur berät.
Der Client Alert analysiert die zentralen Elemente beider Entwicklungen und zeigt, welche Implikationen sich daraus für die Zulassung im Vereinigten Königreich, die Governance- und Compliance-Strukturen sowie die grenzüberschreitende Organisation international tätiger Marktteilnehmer ergeben.
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